Was die Natur als letzten Schutzmechanismus für das Überleben von Mutter und Kind in Notzeiten plante, will der Mensch nun künstlich zur Gewichtsminderung ausnutzen. In Deutschland ist das Hormon für diesen Zweck nicht zugelassen, da es unweigerlich zu einem gefährlichen Vitaminmangel kommt. Firmen versuchen trotzdem über das Ausland den Markt mit Billigprodukten zu überschwemmen.
Ein Yokebe Shake dient als Ersatz einer gesamten Mahlzeit und wird mit etwas fettarmer Milch und Eiweißpulver zubereitet. Das geht auch in hektischen Zeiten relativ schnell und soll gleichzeitig den Kalorienhaushalt senken, damit lästige Fettpolster endlich der Vergangenheit angehören. Voraussetzung ist allerdings ein absoluter Verzicht auf andere Speisen.
Nuvoryn leitet seit einigen Monaten eine der aggressivsten Marketing-Kampagnen im Gesundheitssektor. Die aus zehn natürlichen Inhaltsstoffen bestehenden Pillen sorgen angeblich für eine kinderleichte Gewichtsreduktion. In zahlreichen Videos wirbt der Hersteller mit einer ärztlichen Empfehlung sowie beeindruckenden Vorher-Nachher-Bildern, die neue Kunden überzeugen sollen.
Die beschriebenen Nahrungsmittel liefern einfach zu viele Omega-6-Fettsäuren (Linol- und Arachidonsäure). Das erwünschte Omega-6-Omega-3-Verhältnis von 2 bis 5 : 1 kann daher nur selten erreicht werden. Im Gegenteil: Das heutige Verhältnis liegt gar – je nach persönlicher Ernährung – bei 17 bis 50 : 1, was bedeutet, das 17 bis 50 Mal mehr Omega-6-Fettsäuren aufgenommen werden als Omega-3-Fettsäuren.
Wenn Sie Milchprodukte essen, dann geben Sie einen Löffel Leinöl in Quark oder Joghurt und machen damit aus Ihrer gewohnten Zwischenmahlzeit eine wertvolle Omega-3-Quelle. Probieren Sie ausserdem auch einmal Chia-Pudding aus den winzigen Chiasamen, die voller Omega-3-Fettsäuren stecken und Ihnen mehr Calcium liefern als Milch. Mahlen Sie die Samen jedoch vor der Verwendung!
Bei extensiver Belastung (z. B. Dauerlauf) besteht die aerobe Energiegewinnung aus Fett- und Kohlenhydratverbrennung (Oxidation freier Fettsäuren und der Glukose) von Beginn an, im Gegensatz zur anaeroben Energiegewinnung bei kurzzeitigen Belastungsspitzen, z. B. beim Sprint. Die Lipidoxidation (Fettverbrennung) ist Studien zufolge bei Jogging oder Walking stärker als beim Radfahren. Seilspringen beansprucht gegenüber Jogging weitere Muskelgruppen, weshalb die Lipidoxidation bei dieser Aktivität noch höher ist.[3]
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