Laut Johannes Huber[15] senkt Melatonin die Stresshormone, reduziert den Blutdruck und schützt damit das Herz. Herzkreislaufkranke Menschen weisen vor allem in der Nacht einen niedrigen Melatoninspiegel auf und entwickeln dementsprechend präferentiell nächtens einen hohen Blutdruck bzw. andere Herzkreislaufkomplikationen. Indirekt kann damit die Weiterentwicklung einer Niereninsuffizienz (mit Gefahr der späteren Notwendigkeit von Dialysebehandlungen oder Nierentransplantationen) gebremst werden, welche vor allem eine Folge zu hohen Blutdrucks ist. Durch zahlreiche unabhängige Untersuchungen ist verifiziert: ein niedriger nächtlicher Melatoninspiegel ist ein zusätzlicher Risikofaktor für die Ausbildung von Krebs und besonders von hormonabhängigen Tumoren wie Prostatakrebs und Mammakarzinom (Brustkrebs).
In erster Linie sind es Cremes, kosmetische Anwendungen und andere Methoden, die Falten und Hautalterung verzögern sollen, was viele Menschen mit dem Begriff Anti-Aging verbinden. Dabei ist die Pflege längst nicht mehr auf das Gesicht beschränkt: Produkte für Hände und Körperlotionen versprechen inzwischen ebenfalls einen Anti-Aging-Effekt für die Haut.

Umweltfaktoren, wie zu starke Sonneneinstrahlung beschleunigt die Hautalterung, begünstigt die Entstehung von freien Radikalen und fördert den Abbau von Kollagen. Eine feuchtigkeitsspendende Tagescreme mit Lichtschutzfaktor hilft beim Vorbeugen von Falten. Unser Tipp: Schon in den Zwanzigern damit anfangen! Für eine länger frisch aussehende Haut ist ausreichend Schlaf wichtig. Empfehlenswert sind sieben bis acht Stunden pro Nacht, denn in diesen Stunden regeneriert und erholt sich unsere Haut. Außerdem werden während wir schlafen die Produktion von Interleukinen (Botenstoffe der Zellen des Immunsystems) angeregt und Wachstumshormone ausgeschüttet. Stress und Schlafmangel lässt die Haut sehr schnell alt und faltig aussehen.  

×