Ein weitere Punkt, der immer sehr kritisch beäugt wird, ist der Pyramideneffekt: Je höher man in der Hierarchie steigt, desto weniger muss man sich für seinen Verdienst anstrengen, da es durch die weitergereichten Provisionen zum sogenannten Selbstläufereffekt kommt. Man muss nicht mehr selbst verkaufen, sondern nur noch motivieren. Es gibt sogar gesetzliche Regelungen, die solche Geschäftspraktiken unterbinden sollen (in Deutschland: § 16 (2) UWG). Es handelt sich dabei jedoch um eine Grauzone. Ein vehementer Kritiker des MLM war Harry Zingel (gest. 2009), dessen Ausführungen das Gründerlexikon in der Serie "Multilevelmarketing" veröffentlicht hat.
Wenn es bisher noch keine Stolpersteine zu entdecken gab, folgt nun noch der entscheidende Blick auf Ihre Person. Denn um im MLM wirklich erfolgreich zu sein, müssen Sie ein Verkäufer und Motivator sein. Sie müssen andere von den Produkten und dem Verdienstkonzept überzeugen und diese dann motivieren, ordentlich Umsatz zu machen. Seien Sie ehrlich zu sich selbst und prüfen Sie mit einem Berater Ihre Eignung zu dieser Tätigkeit.
Es ist sicher nicht unmöglich mit MLM erfolgreich zu werden. Die Risiken, mit diesem Geschäftsmodell eine gesicherte Existenz aufzubauen, sind hoch. Ähnlich wie beim Franchising muss man sich an festgelegte Richtungen halten und der Kreativität bleibt wenig Spielraum. Die Einordnung in Erfolgsebenen, die der Hierarchie in einem Unternehmen entsprechen, vermittelt das Gefühl eben doch nur Vertriebsangestellter des  Unternehmens zu sein. Es ist wie eine "halbe Selbständigkeit". Sie tragen zwar das Risiko, doch eigenständig entscheiden dürfen Sie eigentlich nicht. Wenn aber genau dieses Konzept zu Ihren Vorstellungen und Ihren Lebensumständen passt und es sich um ein seriöses Unternehmen handelt, das keine horrenden Anfangsinvestitionen verlangt, kann es für Ihren Start in die Selbständigkeit eine Alternative sein.
Bei einer weiteren typischen Organisationsform wird nach einem definierten Karriereplan nur ein Bruchteil der Provisionen direkt ausgeschüttet. Der Rest wird innerhalb der Organisation verteilt. Durch Erfahrung bzw. Leistungen steigen die Mitglieder in Stufen auf und erhalten einen höheren Anspruch auf Boni. Die Anzahl der Stufen variiert von Unternehmen zu Unternehmen. Bei der Ergo Pro (vormals HMI) erhält ein Einsteiger für seine Vermittlungen nur etwa ein Viertel der Vermittlungsprovision. Den überwiegenden Anteil der Vergütung verteilt die Organisation an Vertreter oberhalb der Karrierestufe des Vermittlers für die Betreuung und Einarbeitung, Bürokosten, Aus- und Fortbildung sowie Motivationsarbeit nach einem festgelegten Karriereplan.
[…] Multi Level Marketing (MLM) ist eine spezielle Form vom Direktvertrieb. Alternativ wird Multi Level Marketing auch als Strukturvertrieb bezeichnet. Während es im klassischen Direktvertrieb darum geht, bestimmte Produkte an den Endverbraucher zu verkaufen, kommt beim Multi Level Marketing zum reinen Verkauf der jeweiligen Produkte noch das Anwerben und Motivieren neuer Teammitglieder hinzu, um an deren Umsätzen mitzuverdienen. Auf diese Weise ergeben sich beim MLM auf verschiedenen Ebenen lukrative Verdienstmöglichkeiten. […]
It was not until August 23, 2005 that the State Council promulgated rules that dealt specifically with direct sale operation- Administration of Direct Sales (entered into effect on 1 December 2005) and the Regulations for the Prohibition of Chuanxiao (entered into effect on 1 November 2005). When direct selling is allowed, it will only be permitted under the most stringent requirements, in order to ensure the operations are not pyramid schemes, MLM, or fly-by-night operations.
Wer die Existenzgründung und die spätere Selbstständigkeit im Direktvertrieb ins Auge fasst, sollte natürlich mit einer guten Gründungsstrategie an den Start gehen und auch einen Businessplan aufstellen. Gegebenenfalls lohnt sich auch ein Rhetorikkurs. Denn der Schlüssel zum Erfolg im Direktvertrieb liegt darin, möglichst viele Menschen aus dem persönlichen Netzwerk vom Einstieg zu überzeugen. Nur so ist es möglich, ein neues Netzwerk im Netzwerk aufzubauen. Auf diese Weise lässt sich hervorragend passives Einkommen schaffen. Denn bei jeder Bestellung durch den Neukunden erhält der Werber eine Provision – ebenso wenn im Direktvertrieb keine neuen Teilnehmer, sondern Kunden geworben werden. Im Lauf der Zeit kann der Direktvertrieb zum Selbstläufer werden und sichert durch passives Einkommen die finanzielle Unabhängigkeit.
Die tatsächlichen Einkünfte von Mitgliedern können nur geschätzt werden, da nicht alle Direktvertriebe verpflichtet sind, Finanzdaten offenzulegen. Kritiker bezweifeln, dass ein relevanter Teil der Mitglieder überhaupt ein Einkommen erzielt.[23] Der überwiegende Anteil der Mitglieder verdient wenig bis gar nichts. Ehemalige Mitglieder berichten von Netto-Verlusten, da die Kosten für Schulungen, Seminare, Motivationsmaterialien und Fahrtkosten das Brutto-Einkommen überstiegen haben.[24]

Innerhalb von Netzwerk-Marketing-Vertrieben werden solche Geräte jedoch mit Hilfe persönlicher Beratung unter Freunden und zumeist ohne lebensmitteltechnische Kenntnisse mit hohem Provisionsanteil für bis zu weit über 500 € verkauft.[22] Ähnlich fragwürdige Informations- und Handelspraktiken sind vom Vertrieb z. B. mit OPC-, Noni- oder Aloe Vera-Produkten oder Versicherungen bekannt.


Dem unmittelbaren Verkäufer wird – je nach Vergütungsplan – ein bestimmter Teil der Gesamtprovision vergütet. Der Förderer (engl. „to sponsor“ = fördern), der ihn angeworben hat, erhält auf die Umsätze des von ihm angeworbenen Handelsvertreters eine Leistungsvergütung oder Superprovision (teilweise gilt die Bedingung, dass dieser mindestens eine Provisionsstufe höher angesiedelt ist als der jeweilige Handelsvertreter selbst). Jeder Ebene, sofern vorhanden, werden hierbei eindeutige Provisionsanteile zugewiesen, wobei der Aufstieg in die nächsthöhere Ebene bei den meisten Netzwerkmarketing-Unternehmen an bestimmte Wochen-, Monats- oder Halbjahresumsätze gebunden ist (vgl. dazu hierarchische Strukturen im Großhandel – Landesleiter, Bereichsleiter, Abteilungsleiter, Teamleiter, Verkäufer).
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