Das Warten darauf bis der Pickel wieder verschwindet, immer der Versuchung widerstehend, ihn nicht schnell eben auszudrücken, ist oftmals ein unangenehmer, langwieriger Prozess. Viele stellen sich also die Frage, wie man unreine Haut von vornherein vermeiden kann – und denken dabei oftmals nicht an die Ernährung. Doch kann die Tafel Schokolade am Abend zuvor tatsächlich der Grund für die neuen kleinen roten Punkte auf der Stirn sein?  (Pickel am Rücken: Mit diesen Tipps werden Sie Rückenakne ein für alle Mal los.)


Retinoide: Retinoide sind ein bewährtes Akne-Mittel. Ihre Wirkung ähnelt der von Retinol beziehungsweise Vitamin A. Während Produkte mit Retinol meist frei verkäuflich sind, müssen Retinoide häufig vom Hautarzt verschrieben werden. Retinoide wirken stark hautschälend und können die Haut so von abgestorbenen Hautzellen befreien und neuen Hautunreinheiten vorbeugen. Auch zur Behandlung von Akne-Narben sind Retinoide wirksam.
Generell ist bei vielen frei verkäuflichen Anti-Pickel-Produkten nicht garantiert, dass sie wirken wie erhofft: In einem dermatologisch begleiteten Praxistest des BR aus dem Jahr 2016 ließ sich bei den aknegeplagten Probanden nach zwei Wochen bei keinem der getesteten Produkte (eines mit Teebaumöl, eines mit Zink, eines mit Salicylsäure) eine merkliche Verbesserung des Hautbildes feststellen.
Mischhaut neigt an den fettigen Zonen des Gesichts zu Unreinheiten. Gerade die T-Zone, also der Bereich zwischen Kinn, Nase, Stirn und den Augenbrauen, neigt zu Pickeln und großen Poren. Die Schläfen-, Wangen- und Halspartie hingegen ist eher zart, glatt und feinporig. Deshalb ist speziell auf die Mischhaut abgestimmte Pflege so wichtig, denn die Haut muss mit genug Feuchtigkeit versorgt werden und gleichzeitig soll die Talgproduktion der fettigen Hautpartien reguliert werden.
Pflanzenöle können eine echte Alternative zu Emulsionen sein. Die Fettsäuren von Pflanzenölen ähneln denen der Hautbarriere. Sie sind in der Lage, sich gut die Barriere der Haut zu integrieren und diese zu stärken. Pflanzenöle enthalten keine Emulgatoren. Emulgatoren stören die Hautbarriere strukturell. Der Haut gehen notwendige Fette verloren, der Feuchtigkeitsverlust steigt. Rissige Stellen, Entzündungen und Hautschuppungen sind häufige Folgen. Bei einer irritierten, trockenen Haut liegt eine Störung der Hautbarriere vor. Diese kann zeitlich begrenzt, akut oder dauerhaft als chronische Hautbarrierestörung auftreten.

Hautschuppen können auch durch das Krankheitsbild der Schuppenflechte (Psoriasis) hervorgerufen werden. Hierbei handelt es sich um eine entzündliche Krankheit. Die Psoriasis geht mit Rötung und Schuppung der Haut, sowie gelegentlich mit Juckreiz und Schmerzen einher . Die Psoriasis bedarf einer systemischen Therapie, im akuten Schub mit Cortison. Es ist eine stationäre Aufnahme oft nicht zu vermeiden.


Meine Hebamme hat mir Himbeerblättertee empfohlen, als Vorbereitung zur Geburt. Da ich mir nicht vorstellen kann, dass Himbeerblätter viele Inhaltsstoffe besitzen, stelle ich die Frage hier: Bringt die Einnahme von Himmbeerblättertee etwas für die Schwangerschaft? Wenn Himbeerblättertee wirklich etwas zur leichten Geburt beiträgt, dann werde ich etwas Tee kaufen. Wo würdet ihr ihn einkaufen?
Heilerde: Heilerde ist ein besonders bewährtes Hausmittel bei unreiner Haut. Besonders gut wirkt sie als Gesichtsmaske, indem sie mit etwas Wasser zu einem Brei vermengt wird. Die Erde bindet Schadstoffe, kann die Haut von überschüssigem Talg und Schmutz befreien und so effizient gegen Pickel und Mitesser vorgehen. Aufpassen solltest du, wenn du trockene Haut hast. Hier kann Heilerde zu stark austrocknend wirken.
Zwillingsstudien haben ergeben, dass auch erbliche Faktoren eine Rolle spielen, ob Akne auftritt oder nicht. Zudem soll die Ernährung einen Einfluss auf Akne haben, auch wenn das bislang nicht wissenschaftlich bewiesen wurde. Daneben stehen das Klima (Luftfeuchtigkeit, UV-Strahlung) und andere Umweltfaktoren im Verdacht, unreine Haut zu verursachen.
Wenn anhaltender Stress und seelische Belastungen der Grund für Ihre Hauttrockenheit sind, genügt es meist nicht, nur die Haut zu pflegen. Auch hier gilt es, die ursächlichen Probleme zu lösen. Das bedeutet zum einen, Stress gezielt abzubauen. Das geht manchmal leichter unter fachkundiger Anleitung, etwa in Kursen zum Stressmanagement. Um tiefsitzende seelische Nöte heilen zu können, ist es oft sinnvoll, sich psychotherapeutisch beraten zu lassen.
Seltene Hautkrankheiten: Trockene Haut und eine gestörte Hautbarriere sind Teil weiterer, meist seltener Erkrankungen der Haut. Ein Beispiel ist die durch extreme Lichtempfindlichkeit gekennzeichnete Erbkrankheit Xeroderma pigmentosum (Mondscheinkrankheit, Lichtschrumpfhaut). Die Haut ist nicht mehr in der Lage, durch Tageslichteinwirkung entstandene Schäden zu reparieren. Sie ist ständig gerötet. Es bilden sich Pigmentflecke, offene entzündete Stellen, Geschwüre und schließlich Hauttumore (siehe dazu im Ratgeber "Spinaliom (Heller Hautkrebs)" – Kapitel: Ursachen und Risikofaktoren).

Generell ist es wichtig, nachts das Make-Up gut zu entfernen. Dieses sollte mit einer Reinigungsmilch oder Reinigungsöl erfolgen. Auch hier ist auf die Verträglichkeit zu achten. Starkes reiben sollte vermieden werden. Es empfiehlt sich, bei schuppender Haut nach Möglichkeit das Make-Up ein paar Tage wegzulassen, damit die Haut sich erholen kann. Hier ist es gut, Luft an die Haut zu lassen.

Anti-Schuppen-Shampoos, die Mikroorganismen hemmen: Am wirksamsten gegen einfache Kopfschuppen sowie Kopfschuppen, die durch das seborrhoische Ekzem ausgelöst sind, haben sich Shampoos mit antimikrobiellen Wirkstoffen erwiesen. Sie hemmen die Malassezia-Hefen und wirken dadurch der Schuppenbildung unmittelbar entgegen. Die wirksamsten Anti-Schuppen-Shampoos enthalten Selendisulfid, Imidazolderivate (Ketokonazol, Econazol, Miconazol, Bifonazol), Undecensäure-Derivate, Ciclopiroxolamin oder Pyrimidin-Derivate (Zinkpyrithion und Pirocton Olamin).
Natives Kokosöl gibt der Haut Feuchtigkeit und Vitamin E zurück und hilft bei Entzündungen. Einfach das Kokosöl auf ein Wattepad auftragen und vorsichtig auf die betroffene Stelle tupfen. Das Öl bildet eine Schicht auf der Haut, die eine Reibung mit der Kleidung oder anderer Haut verhindert. Du solltest aber warten bis das Kokosöl in die Haut eingezogen ist, bevor du dich anziehst, denn sonst können Flecke auf der Kleidung entstehen.
Reinigen Sie Ihre Haut regelmäßig morgens und, falls Sie Make-up verwenden oder Ihre Haut sehr fettig ist, auch abends. Ziel ist es, die Haut leicht beziehungsweise sanft zu entfetten – nicht aber, sie komplett zu entfetten. Wird die Haut zu stark entfettet, produziert sie sehr wahrscheinlich noch mehr Talg. Die Reinigungsprodukte sollten nicht rückfettend sein und einen pH-Wert haben, der dem der Haut ähnelt (ca. 5,5).
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