In einigen Fällen kann es gut gegen fettige Haut sein, die Stoffe über Nahrungsergänzungspräparate zuzuführen. Dies sollten Sie jedoch niemals eigenmächtig entscheiden. Fragen Sie Ihren Arzt, ob die zusätzliche Zufuhr von Vitamin A oder Zink für Sie sinnvoll ist. Denn Nahrungsergänzungsmittel bergen immer die Gefahr, dass man zu viel des jeweiligen Inhaltsstoffes zu sich nimmt – mit negativen Folgen für den Organismus.
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Frau Dr. Simone Presto ist seit 1997 Medical Advisor bei der Beiersdorf AG. Ihr Schwerpunkt ist die Dermatologie. Sie steht im regelmäßigen Austausch mit Ärzten, Apothekern sowie Verbrauchern und betreibt aktive Aufklärungsarbeit zur adäquaten Hautpflege. Zuvor studierte sie Humanmedizin und arbeitete als praktische Ärztin mit Qualifikation in pharmazeutischer Medizin.
Seborrhoische Dermatitis (Seborrhoisches Ekzem): Die Haut erneuert sich in sieben bis 21 Tagen, Hornzellen lösen sich in Konglomeraten von 100 bis 1.000 Zellen ab. Die Kopfhaut ist fettig und feucht (seborrhoisch), sie bildet übermäßig viel Talg und speichert viel Feuchtigkeit durch eine verstärkte Schweißproduktion. Sie ist außerdem entzündet und gerötet. Ausgelöst wird das seborrhoische Ekzem vermutlich durch Malassezia-Hefen. Bei diesen handelt es sich um Mikroorganismen, die zur normalen Hautflora gehören und vor allem die talgdrüsenreichen Areale des menschlichen Körpers besiedeln, zu denen auch die Kopf- und Gesichtshaut gehören. Wissenschaftlich noch ungeklärt ist, ob beim seborrhoischen Ekzem die Malassezia-Hefen die Haut verstärkt besiedeln, ob die Keime vermehrt Gifte produzieren oder ob das Immunsystem in ungewöhnlicher Weise auf die Mikroorganismen reagiert und so die Entzündungen verursacht.

Die Therapie mit Fischen gegen Hornhaut und Schuppen wird immer mehr zum Trend. Hierbei handelt es sich um Fische in einem Wasserbecken, die Hornhaut und Schuppen von den Füßen oder Händen abknabbern. Sie ernähren sich von Hautschuppen. Wirksam sind die Fische auch bei der Schuppenflechte (Psoriasis), um das Symptom der schuppenden Haut vorübergehend zu lindern. Durch Neubildung der Haut kehren Hautschuppen jedoch ohne Behandlung der Ursache immer wieder. Die Fische dienen also nur dazu, die Schuppen kurzzeitig zu entfernen, bis diese wieder nachgebildet werden. Genauso verhält es sich mit der Hornhaut. Die Therapie mit Fischen ist sehr teuer.


Die Hautoberfläche ist von einem Gemisch aus Wasser und Fettstoffen überzogen, der sogenannten Hydrolipidemulsion. Der Wasseranteil stammt vor allem aus den Schweißdrüsen, der Fettanteil ist ein Gemisch aus Talg (Sebum) und Hornschichtfett. Insgesamt machen die Verhornungsprozesse der Haut etwa 10% des Hautoberflächenfetts aus, der Hauptanteil von etwa 90% ist ein Produkt der Talgdrüsen.

Unreine Haut ist normal, jeder ist im Leben mindestens einmal davon betroffen, daher muss nicht bei jeder Hautrötung oder jedem Pickel ein Arzt aufgesucht werden. Wenn Sie allerdings unter der unreinen Haut leiden, die Symptome nicht verschwinden und Mitesser und Pickel flächendeckend auftreten oder sich großflächige Knötchen, Blasen oder Hautentzündungen entwickeln, sollten Sie sich Hilfe bei einem Hautarzt suchen. Gesunde Ernährung oder Reinigungsprodukte aus der Drogerie und Apotheke reichen dann nicht mehr aus. Der Arzt kann die Form der Akne bestimmen und mit Ihnen gemeinsam eine geeignete Behandlung festlegen.
Jeden Tag sind wir viel und lang unterwegs. Wir arbeiten, reisen, arbeiten To Do Liste ab und essen und trinken natürlich. Keime, wie Viren und Bakterien, haben stundenlang beste Bedingungen, um sich auszubreiten. Gerät das natürliche Gleichgewicht unserer Mundflora, des sogenannten oralen Mikrobioms, aus der Balance, können schlechter Atem und Probleme mit Zähnen und Zahnfleisch die Folge sein.
Wasser: Auch hier gilt es, ein Zuviel zu vermeiden. Sauberes Wasser reinigt unsere Schutzhülle und hilft ihr damit, sich von schädlichen Substanzen zu befreien, abgestorbene Hautpartikel zu entfernen und sich zu erneuern. Wasser kann die Haut aber auch auslaugen, ihr Fette und Feuchtigkeit entziehen. Wer zu lange im Badewasser ohne rückfettende Zusätze gelegen hat, spürt, wie die Haut danach spannt. Finger und Zehen wirken schrumpelig und wie aufgeweicht, die Zehenzwischenräume und Nägel sind anfälliger für Pilzbefall.
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Auch von innen können Sie etwas gegen fettige Haut tun. Bewährt haben sich Teemischungen mit bestimmten Heilkräutern, zum Beispiel ein Mix aus Löwenzahn, Brennnesseln und Birkenblättern. Für die Zubereitung mischen Sie die Ingredienzien zu gleichen Teilen und übergießen einen Teelöffel davon mit 250 Millilitern kochendem Wasser. Lassen Sie den Tee fünf bis sechs Minuten ziehen und trinken Sie maximal fünf Wochen lang täglich drei Tassen über den Tag verteilt – eine Wohltat für fettige Haut.
Das Sjögren-Syndrom ist ebenfalls eine Autoimmunerkrankungen, die mit schuppiger Haut einhergehen kann. Sie gehört zu der Gruppe der Kollagenosen (Autoimmunerkrankung des Bindegewebes). Die Erkrankung betrifft vor allem die Funktion der Tränen– und Speicheldrüsen und befällt ü berwiegend Frauen im Alter zwischen 30 und 50 Jahren. Das Sjögren-Syndrom tritt auch zusammen mit anderen Autoimmunerkrankungen, wie zum Beispiel Lupus erythematodes und Hashimoto-Thyreoiditis auf. Zu den Leitsymptomen gehören trockene, tränende Augen, ein trockener Mund, Schluckstörungen, starke Müdigkeit und Abgeschlagenheit, eine trockene Nase, Speicheldrüsenschwellungen, Gelenk – und Muskelschmerzen und eventuell auch trockene, schuppige Haut.
Die Fischschuppenkrankheit ist eine erbliche Hautkrankheit mit massiver Ausbildung von Hautschuppen. Der Name kommt daher, dass die Haut hier oftmals großflächig (meist an den den Streckseiten von Gelenken) mit kleinen, eng aneinanderliegenden gräulichen bis grünlichen Schuppen übersät ist, sodass ihre Oberfläche der Haut eines Fisches oder Reptils ähnelt.
Liegt keine Hautkrankheit als Ursache vor, kann es bereits helfen, die tägliche Pflege zu ändern. Da die Schuppenbildung häufig durch trockene Haut begünstigt wird, bieten sich feuchtigkeitsspendende, rückfettende Salben an. Auf diese Weise lässt sich der natürliche Fettfilm der Haut bewahren und wieder aufbauen – die Haut ist wieder in der Lage, ihre Schutzfunktion zu erfüllen. Da solche Salben meist nur langsam einziehen, ist es ratsam, sie abends aufzutragen und über Nacht einziehen zu lassen.
Wichtig: Bei der Behandlung von unreiner Haut musst du Geduld mitbringen. Es gibt keine Zaubercreme, die von heute auf morgen alle Pickelmale verschwinden lässt. Deine Haut braucht Zeit zur Regeneration, bis du erste Resultate und Verbesserungen sehen kannst. Oft ist die Heilung auch ein Prozess, der sich über Wochen und Monate strecken kann. Doch die Investition in deine Hautgesundheit wird sich lohnen.
Wenn sich trotz gezielter Pflege mit die Regeneration unterstützenden Lotionen keine Besserung einstellt, gilt es, tiefer liegende Ursachen auszumachen. Neben einem qualifizierten Apotheker können Sie dann natürlich den Hausarzt oder einen Dermatologen zurate ziehen. Sprechen Sie in jedem Fall mit einem Arzt, wenn sich zum Problem „Schuppige Haut“ zusätzlich dauerhafte Symptome wie Schmerzen, Infektionen, allgemeines Unwohlsein, unerklärliche Gewichtsveränderungen, Veränderungen der Fingernägel, Haarausfall und/oder innere Unruhe oder Ängste einstellen. So bekommen Sie eine verlässliche Diagnose und eine entsprechend Behandlungsempfehlung, damit Sie sich bald wieder richtig wohl in Ihrer Haut fühlen.
Fettige Haut hat leider oft mit Pickeln und Mitessern zu kämpfen. Oft scheint sie fettig glänzend und großporig. Vorsicht bei der Reinigung: Werden die Hautunreinheiten mit aggressiven Reinigungsprodukten bekämpft (die viel Alkohol oder grobe Peelingkörner enthalten), werden sie damit meistens noch verschlimmert. Bei der Pflege sollte man spezielle Produkte für fettige Haut verwenden, die es schaffen, die Talgproduktion sanft zu regulieren und den Fettglanz mattieren.
Des Weiteren eignet sich zum Reinigen fettiger Haut Heilerde in Form einer Gesichtsmaske, die in erster Linie große Poren verkleinern soll, die durch die übermäßige Talgproduktion geweitet werden. Und auch ein Gesichtswasser kann Abhilfe schaffen, vor allem dann, wenn es Alkohol (sprich Ethanol) enthält und somit eine desinfizierende Wirkung auf die Haut hat. Und zu guter Letzt ist auch eine sanfte Reinigungsmilch empfehlenswert, allerdings sollten Sie darauf achten, nur eine mit fettaufnehmenden Eigenschaften zu verwenden. Bedenken Sie jedoch, Ihre Haut nicht zu häufig zu entfetten – sonst riskieren Sie den natürlichen Säureschutzmantel zu zerstören, sodass die Talgdrüsen im Umkehrschluss noch mehr Fett produzieren, um den Verlust auszugleichen. Das wäre nicht Sinn der Sache.
Tagsüber und auch nachts lagern sich Schmutz, Schweiß, überschüssiger Talg und Make-up-Reste auf der Gesichtshaut ab. Die Gesichtsreinigung ist deshalb umso wichtiger, um verstopften Poren und Pickeln den Kampf anzusagen. Du solltest dein Gesicht morgens und abends bei lauwarmem Wasser mit einem milden Waschgel reinigen, das zu deinem Hauttyp passt. Tipp: Wenn du dir bezüglich deines Hauttyps unsicher bist, lasse dich von einem Dermatologen beraten.

Grundsätzlich ist fettige Haut relativ unempfindlich gegenüber Umwelteinflüssen wie Hitze, Kälte und Sonne. Sie bleibt, verglichen mit normaler Haut, länger straff und bildet erst spät Falten. Da fettige, ölige Haut jedoch zu Unreinheiten tendiert, ist die regelmäßige gründliche Reinigung mit speziellen Produkten für fettige Haut wichtig. Außerdem benötigt fettige Haut Pflege. Dabei sollten Sie darauf achten, die fettige Haut nicht komplett zu entfetten. Denn das zerstört den natürlichen Wasser-Lipid-Mantel (Säureschutzmantel) der Haut und regt zudem die Talgdrüsen dazu an, noch mehr Talg zu produzieren, um den Fettverlust auszugleichen.

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