Anti-Schuppen-Shampoos, die Hornbildungen behindern: Vor allem zu Beginn der Behandlung können auch Shampoos mit Wirkstoffen eingesetzt werden, die die Bildung der Hornzellen verlangsamen und ihre Verklumpung zu Konglomeraten einschränken. Beispiele für solche Wirkstoffe sind Ammoniumbituminosulfonat (helles sulfoniertes Schieferöl als Ersatz für den früher eingesetzten, heute in kosmetischen Shampoos verbotenen Steinkohleteer), Salicylsäure und kolloidaler Schwefel. Für eine Dauerbehandlung von Kopfschuppen reichen Shampoos mit Wirkstoffen dieser Art in der Regel jedoch nicht aus.
Während man seiner Beauty-Routine unter der Woche gewissenhaft nachgeht, wird die Gesichtspflege an Wochenenden schon mal vernachlässigt. Besonders Party-Nächte verführen dazu, mitsamt Make-up ins Bett zu fallen. Dabei sollte man die Haut über Nacht atmen lassen und sich entsprechend vor dem Schlafengehen abschminken und eincremen. Wer sich nicht abschminkt, riskiert fiese Entzündungen und Zysten an den Augen, Pickel, verstopfte Poren, ausfallende Wimpern und eine schnelle Hautalterung. Wenn du ausnahmsweise mal mit Make-up ins Bett gehst, ist das kein Problem. Aber langfristig tust du deiner Haut damit keinen Gefallen.

Ein guter Hinweis ist die Bezeichnung "hypoallergen" auf der Verpackung. So gekennzeichnete Produkte verzichten weitgehend auf Alkohol, kritische Konservierungsmittel, Duft- und Farbstoffe, den Wirkstoffträger PEG - und damit auf vieles, was die Haut noch mehr irritieren könnte. Um die Haut feucht und geschmeidig zu machen, eignen sich Glycerin - das ohnehin in nahezu jeder Creme enthalten ist - und Urea. Das allerdings mit einer Einschränkung: Der Wirkstoff Urea darf nur angewendet werden, wenn die Hautoberfläche intakt ist, sonst kann er den Zustand noch verschlimmern. Bei Neurodermitis im Gesicht werden Urea-Konzentrationen von maximal 10 % Harnstoffzusatz eingesetzt, da es den Juckreiz effektiver stoppen kann.


Mitesser, auch Komedone genannt, sind Poren, die von abgestorbenen Hautschüppchen verstopft werden. Sie treten meist in der T-Zone auf, also auf der Nase, der Stirn oder am Kinn. Haben sie eine schwarze „Haube“, werden sie „blackheads“ genannt. Dies kein Dreck, sondern Melanin, das körpereigene Pigment der Haut. Mitesser können allerdings auch mit Talg gefüllt sein, diese werden umgangssprachlich „white heads“ genannt.
Nur wer über einen langen Zeitraum seine Haut morgens und abends reinigt, kann mit guten Ergebnissen rechnen. Vor allen Dingen das Abschminken am Abend ist unumgänglich. Schmutz, Talg und Make-up sammeln sich über den Tag hinweg an und wenn diese nicht vor dem Schlafengehen entfernt werden, haben sie Zeit, über Nacht in die Poren zu gelangen und diese zu verstopfen. Aber auch morgens ist die Reinigung mit einem sanften, pH-neutralen Waschgel zu empfehlen: Auch in der Nacht schwitzen wir und Schmutz und Öl sammeln sich an der Hautoberfläche an.
Kopfschuppen: Die Haut erneuert sich in sieben bis 21 Tagen, Hornzellen lösen sich in Konglomeraten von 100 bis 1.000 Zellen ab. Die Kopfhaut ist fettig und feucht (seborrhoisch). Sie ist jedoch anders als bei der seborrhoischen Dermatitis nicht entzündet. Als Verursacher gelten auch hier Malassezia-Hefen, die allerdings geringere Krankheitsauswirkungen haben als beim seborrhoischen Ekzem. Kopfschuppen werden deshalb oft als "Minimalvariante" des seborrhoischen Ekzems angesehen.

Anschließend muss natürlich die gereinigte Haut gepflegt werden - am besten mit reichhaltigen Cremes, die aufgeregte Haut beruhigen und schnell einziehen. Pflege mit Urea wird für den Körper höher dosiert als fürs Gesicht, einige Bodylotions oder Bodybutter enthalten Wirkstoffe wie Nachtkerzenöl, Rose, Traube, Granatapfel oder auch Zink, die der Haut jetzt gut tun. 

Vitamin A ist wichtig für das Wachstum und den Schutz von Körperzellen. Unter anderem kommt es in Leber, Eiern, Milch und Milchprodukten vor, während in pflanzlichen Lebensmitteln (wie Karotten, Grünkohl, Spinat) lediglich die Vorstufe (Beta-Carotin) zu finden ist. Da der Körper Beta-Carotin schlechter aufnehmen kann, muss hiervon mehr aufgenommen werden.


Jojobaöl gilt als hautschützendes und stabilisierendes Öl. In Kombination mit Nachtkerzen- und Hagebuttenöl kann es auf diese Öle einen leichten stabilisierenden Effekt haben. Genaugenommen ist das Jojobaöl ein flüssiges Wachs. Die Fettsäuren des Jojobaöls sind nicht an Glycerin, sondern an einen sogenannten Fettalkohol (Wachsester) gebunden. Jojobaöl zieht eher langsam in die Haut ein, sorgt für ein glättendes Hautgefühl und erhöht die Hautfeuchtigkeit. Jojobaöl ist im Gegensatz zu den beiden anderen Ölkomponenten sehr stabil.
Sonneneinstrahlung: Einerseits nutzt die Haut das Sonnenlicht, um mit seiner Hilfe Vitamin D zu bilden (siehe unten "Vitamin-D-Mangel"). Ist die Haut jedoch länger und intensiv der Sonne ausgesetzt, fangen die betroffenen Partien an zu spannen, sie röten sich und können schmerzen. Die Barriere ist geschwächt, verliert Feuchtigkeit und Fette. Wirken die Sonnenstrahlen fortgesetzt ungehindert ein, schädigen sie die tieferen Hautschichten und lösen weitere Beschwerden aus, etwa Kopfschmerzen, Übelkeit, Kreislaufprobleme, Schwindel.
Wer über einen längeren Zeitraum starker Kälte oder Hitze ausgesetzt ist, sollte auf feuchtigkeitsspendende Cremes setzen. Zudem sollte man schuppige und juckende Stellen nicht übermäßig kratzen, um Entzündungen zu vermeiden. Zuletzt sollte man bei einem plötzlichen Auftreten von Schuppenflechten oder schuppiger Haut einen Hautarzt aufsuchen. Dieser kann weiteren Beschwerden vorbeugen und im Falle einer Neurodermitis die entsprechende Therapie einleiten.
Vor allem in der Pubertät leiden viele Jugendliche an unreiner Haut, doch auch mit fortgeschrittenem Alter können Hautunreinheiten noch auftreten. So leiden Erwachsene mit 30 und 40 Jahren mitunter noch an Akne. Unreine Haut ist häufig genetisch und hormonell bedingt, doch auch ein ungesunder Lebensstil kann sich auf deine Haut auswirken. Zu den häufigsten Auslösern gehören dabei unter anderem:
Deine tägliche Pflegeroutine solltest du mit einer sanften Reinigung beginnen, die deine Haut von Schmutzpartikeln befreit, ohne sie übermäßig zu reizen. Nach der Reinigung kannst du ein klärendes Gesichtswasser beispielsweise mit Hamamelis verwenden, das deine Poren ein wenig zusammenzieht und deine Haut somit feinporiger erscheinen lässt. Zum Schluss solltest du natürlich auch eine Feuchtigkeitscreme verwenden, die bei unreiner Haut bestenfalls ölfrei sein sollte. Mehr zu der richtigen Feuchtigkeitscreme für deinen Hauttyp erfährst du hier.

Behutsame Körperpflege: Duschen Sie mit lauwarmem Wasser, eventuell auch nur jeden zweiten Tag. Verwenden Sie milde, seifenfreie, hautneutrale Dusch- und Waschgels. Ausgiebige Vollbäder sind nichts für trockene Haut. Wählen Sie Hygiene- und Pflegeprodukte, die Feuchtigkeit spenden, rückfetten und möglichst nicht parfümiert sind. Wer trockene Haut hat, darf ruhig reichlicher cremen, aber Vorsicht: Auch ein Zuviel des Guten setzt der Haut zu.

Das ist Akne: Akne ist eine hormonbedingte Erkrankung, die vor allem von den männlichen Geschlechtshormonen abhängt. Unreine Haut wird durch Östrogene eher verhindert, durch Testosteron gefördert. Daher ist Akne eine typische Begleiterscheinung der Pubertät, des weiblichen Zyklus (zweite Hälfte, hier steigt die Testosteronproduktion) und der Schwangerschaft. So produzieren die Talgdrüsen verstärkt Hautfett. Bei Akne verengen sich die Ausführungsgänge der Talgdrüsen, sodass das oft dickflüssigere Hautfett nur schwer nach außen treten kann und der Talg sich staut.
Vor trockener Haut schützt auch eine ausgewogene Ernährung. Frisches Obst und Gemüse liefern wichtige Mineralien und Vitamine für die Zellen. Trinken Sie ausreichend, am besten Wasser, Fruchtschorlen, Früchte- oder Kräutertees. Auf Alkohol sollten Sie dagegen weitestgehend verzichten, denn er kann die Haut zusätzlich austrocknen. Gleiches gilt für das Rauchen.
So könnt ihr Pickel am geschicktesten abdecken und schminkt euch einen Strahleteint: Die Finger vor dem Auftragen des Make-ups am besten desinfizieren, um der ohnehin sensiblen Haut keine weiteren Bakterien zuzuführen. Auch Pinsel sollten immer sorgfältig gereinigt werden. Gut vorbereiten könnt ihr eure Haut mit einem speziellen Primer, der grüne Farbpigmente enthält und optisch der Haut die Rötung nimmt.
Bei Juckreiz oder einer Pilzinfektion hilft Teebaumöl, es fördert die Wundheilung und bekämpft die Pilze. Reinige die betroffene Stelle mit Wasser. Dann 6 Tropfen Teebaumöl mit nativem Olivenöl mischen und auf ein Wattepad auftragen. Nach 10 Minuten Einwirkzeit gründlich mit Wasser abspülen. Wiederhole diesen Vorgang zweimal täglich und der Juckreiz ist passé.

Das Calendula- oder auch Ringelblumenöl wird durch Extraktion der Ringelblume auf der Basis von Mandelöl, Sojaöl oder Erdnussöl gewonnen. Der Extrakt enthält die lipoiden Bestandteile der Ringelblumen-Blüte. Das Calendulaöl verfügt über reizlindernde Eigenschaften. Besonders geeignet für die empfinliche und irritierete Haut, auch als alleinige Hautpflege.
Gute Vitamin A-Lieferanten sind Leber, Seefisch, Butter und Käse. In Form der Vorstufe Beta-Carotin ist Vitamin A auch in Gemüse- und Obst enthalten, etwa in Karotten, Spinat, Brokkoli, Paprika, Kirschen oder Grapefruit. Besonders viel Zink findet sich beispielsweise in Roggen- und Weizenkeimlingen, Sonnenblumenkernen, Weizenkleie, Cashews, Käse und Paranüssen.
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