Des Weiteren eignet sich zum Reinigen fettiger Haut Heilerde in Form einer Gesichtsmaske, die in erster Linie große Poren verkleinern soll, die durch die übermäßige Talgproduktion geweitet werden. Und auch ein Gesichtswasser kann Abhilfe schaffen, vor allem dann, wenn es Alkohol (sprich Ethanol) enthält und somit eine desinfizierende Wirkung auf die Haut hat. Und zu guter Letzt ist auch eine sanfte Reinigungsmilch empfehlenswert, allerdings sollten Sie darauf achten, nur eine mit fettaufnehmenden Eigenschaften zu verwenden. Bedenken Sie jedoch, Ihre Haut nicht zu häufig zu entfetten – sonst riskieren Sie den natürlichen Säureschutzmantel zu zerstören, sodass die Talgdrüsen im Umkehrschluss noch mehr Fett produzieren, um den Verlust auszugleichen. Das wäre nicht Sinn der Sache.
Unreine Haut ist normal, jeder ist im Leben mindestens einmal davon betroffen, daher muss nicht bei jeder Hautrötung oder jedem Pickel ein Arzt aufgesucht werden. Wenn Sie allerdings unter der unreinen Haut leiden, die Symptome nicht verschwinden und Mitesser und Pickel flächendeckend auftreten oder sich großflächige Knötchen, Blasen oder Hautentzündungen entwickeln, sollten Sie sich Hilfe bei einem Hautarzt suchen. Gesunde Ernährung oder Reinigungsprodukte aus der Drogerie und Apotheke reichen dann nicht mehr aus. Der Arzt kann die Form der Akne bestimmen und mit Ihnen gemeinsam eine geeignete Behandlung festlegen.
Austrocknung (Dehydratation, Exsikkose): Der Körper kann austrocknen, wenn er mehr Flüssigkeit verliert als er aufnimmt. Gefährdet sind Menschen, die nicht ausreichend trinken. Ein Grund dafür liegt manchmal in einem gestörten Durstgefühl, etwa im höheren Lebensalter. Auch wer viel schwitzt, Durchfall oder Fieber hat und seine Trinkmenge dem Flüssigkeitsverlust nicht anpasst, droht zu dehydrieren. Weitere Ursachen können hormonelle Erkrankungen sein, etwa Diabetes insipidus. Die eher seltene Erkrankung, die vor allem bei Kindern und jungen Erwachsenen auftritt, ist unter anderem dadurch charakterisiert, dass die Betroffenen große Mengen eines stark verdünnten Urins ausscheiden. Mitunter können Nierenfunktionsstörungen ähnliche Kranheitsbilder auslösen. Diabetes insipidus ist nicht mit der  Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) zu verwechseln. Allerdings können auch Stoffwechselentgleisungen bei Diabetes mellitus (diabetisches Koma) zu einer Austrocknung führen (siehe auch unten). Missbräuchlich eingenommene wasserausscheidende Medikamente (Diuretika) oder abführende Mittel entziehen dem Körper ebenfalls zu viel Flüssigkeit.
Schuppenflechte ist eine chronisch entzündliche Hauterkrankung, die mit einer Verhornungsstörung einhergeht. Die typische Hauterscheinung zeigt sich in entzündlich geröteten Herden mit silbrig glänzenden Schuppen. Die Ausbreitung der Herde ist von Patient zu Patient unterschiedlich. Jedoch beginnen diese stets mit einem kleinen, entzündlich gerötetem Fleck, der später von silbrigen Schuppen bedeckt ist. Schuppenflechte zeigt sich vor allem an den Streckseiten der Extremitäten, am behaarten Kopf und im Bereich des Steißbeins.
Mitesser, auch Komedone genannt, sind Poren, die von abgestorbenen Hautschüppchen verstopft werden. Sie treten meist in der T-Zone auf, also auf der Nase, der Stirn oder am Kinn. Haben sie eine schwarze „Haube“, werden sie „blackheads“ genannt. Dies kein Dreck, sondern Melanin, das körpereigene Pigment der Haut. Mitesser können allerdings auch mit Talg gefüllt sein, diese werden umgangssprachlich „white heads“ genannt.

Wer über einen längeren Zeitraum starker Kälte oder Hitze ausgesetzt ist, sollte auf feuchtigkeitsspendende Cremes setzen. Zudem sollte man schuppige und juckende Stellen nicht übermäßig kratzen, um Entzündungen zu vermeiden. Zuletzt sollte man bei einem plötzlichen Auftreten von Schuppenflechten oder schuppiger Haut einen Hautarzt aufsuchen. Dieser kann weiteren Beschwerden vorbeugen und im Falle einer Neurodermitis die entsprechende Therapie einleiten.
Ein Mitesser entsteht, wenn die Drüsen übermäßig viel Talg produzieren. Der Talg kann nicht durch den Kanal des Talgdrüsenfollikels austreten, weil die Oberhaut stark verhornt ist. Es bildet sich ein Pfropfen, der den Ausgang des Follikelkanals verschließt. Der eingelagerte Hautfarbstoff Melanin reagiert mit dem Sauerstoff in der Luft und färbt den Pfropf dunkel – so entsteht das typische Erscheinungsbild von Mitessern. Sie entstehen vor allem auf Stirn, Nase und Kinn, bei fettiger Haut oft auch im ganzen Gesicht.
Auch bestimmte Medikamente lösen das und Brennen aus, irritierte Haut wehrt sich mit Jucken und Brennen. Entzündungshemmer, Herz- und Kreislaufmedikamente und bestimmte Schmerzmittel können Juckreiz verursachen und irritierte Haut ganz erheblich belasten, aber auch bei Krebsbehandlungen werden Jucken und Brennen der Haut verstärkt. Eine beruhigende Lotion ist auch hier sehr zu empfehlen. Nur der Arzt kann entscheiden, ob es sich um eine allergische Reaktion handelt oder ob eine irritierte Haut für das Jucken und Brennen verantwortlich ist. Gelegentlich kommt es bei der Einnahme von Tabletten oder Tropfen zu Rötungen im Gesicht oder an Händen und Füßen. Wird die Medizin nicht mehr genommen, verschwindet auch das Jucken und Brennen wieder. Eine beruhigende Lotion kann schon mal helfen.
Ichthyosen: Im Volksmund wird diese Gruppe von Erbkrankheiten auch Fischschuppenkrankheit genannt. Sie betrifft die oberste Schicht, die Hornschicht. Die beständige Erneuerung der Haut läuft nicht geregelt ab. Es bilden sich zum Teil festsitzende, trockene Schuppen. Die Talg- und oft auch die Schweißproduktion sind gestört. Da die Hautbarriere nicht intakt ist, neigen die Erkrankten außerdem zu Kontaktekzemen und Entzündungen. Je nach Krankheitstyp zeigen sich die Symptome schon ab dem ersten Lebensjahr. Sie können bis zur Pubertät noch zunehmen und sich danach wieder etwas bessern. Die Ichthyosis vulgaris ist die häufigste Form. Eine Ichthyosis entwickelt sich auch im Alter infolge anderer Krankheiten, etwa eines Lupus erythematodes. Bestimmte Formen sind im Rahmen einer Lymphknotenkrebserkrankung möglich oder treten bei einer Schilddrüsenunterfunktion oder durch Medikamente auf (siehe unten).
Schuppen sind auf den ersten Blick kein besorgniserregendes Krankheitsbild. Sie entstehen bei der Neubildung der Haut, sodass dies ein völlig normaler Prozess des menschlichen Körpers ist. Allerdings gibt es auch eine Prognose, bei der es zu einer Störung der Haut kommt. Erst wenn mindestens 500 kleinere Schuppen zusammenhängen, werden die Schuppen für das menschliche Auge sichtbar. Dies geschieht allerdings nur, wenn die Haut ein übermäßig hohes Sterben alter Hautzellen aufweist.
Grundsätzlich ist fettige Haut relativ unempfindlich gegenüber Umwelteinflüssen wie Hitze, Kälte und Sonne. Sie bleibt, verglichen mit normaler Haut, länger straff und bildet erst spät Falten. Da fettige, ölige Haut jedoch zu Unreinheiten tendiert, ist die regelmäßige gründliche Reinigung mit speziellen Produkten für fettige Haut wichtig. Außerdem benötigt fettige Haut Pflege. Dabei sollten Sie darauf achten, die fettige Haut nicht komplett zu entfetten. Denn das zerstört den natürlichen Wasser-Lipid-Mantel (Säureschutzmantel) der Haut und regt zudem die Talgdrüsen dazu an, noch mehr Talg zu produzieren, um den Fettverlust auszugleichen.
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